Die Werder-Raute 2009
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1. Spieltag - Werder Bremen vs. Eintracht Frankfurt

 

1. Spieltag - Werder Bremen vs. Eintracht Frankfurt


Mit viel Spannung wurde von den Fans das erste Spiel der Saison 2009/2010 erwartet. Viel wurde vorher spekuliert wie die Mannschaft auf und eingestellt sein würde. Kurz vor halb Vier am Samstag den 8.8.2009 wussten wir nun Bescheid, die Aufstellung, war wie schon von vielen vermutet die Gleiche, wie in Berlin bis auf den verletzten Naldo, der von Sebastian Prödl ersetzt wurde.

Laut der Aufstellungsgrafik von Sky Sport sollten die Bremer wieder mit einer Raute auflaufen, wobei hier Borowski die Position von Diego übernehmen würde. Das diese Taktik wohl nicht wirklich die sein würde, die Thomas Schaaf gewählt hat sollte jedem Fan schnell klar gewesen sein. Und auch schon in den ersten Minuten sah man, dass die Mannschaft sich taktisch anders orientierte.


Die ersten Minuten nach dem Anpfiff schauten zuerst einmal gar nicht schlecht aus. Schnell kam Sanogo zu einem Kopfball nach Kopfballvorlage durch Almeida. Die Fans im Stadion waren laut und gaben alles für ihre Mannschaft, jedoch zeigte schon der erste Angriff der Frankfurter womit die Fans sich wohl diese Saison wieder anfreunden müssen. Unsere Abwehr ist löchriger als ein Käsekuchen. Nach 6 Minuten stand es 1:0 für die Frankfurter Eintracht und so amateurhaft wie sich die Abwehr und auch das defensive Mittelfeld um Thorsten Frings und Tim Borowski hier verhalten haben durfte sich niemand bis auf Tim Wiese, der mal wieder allein gelassen wurde, beschweren. Es kam also, wie es so viele befürchtet hatten, genauso wie es letzte Saison auch schon so oft war. Laufbereitschaft der Abwehrspieler gleich Null und auch der Wille in den Zweikämpfen ließ zu wünschen übrig.

Petri Pasanen sah wenige Minuten später schon wieder nicht gut aus, als er die Frankfurter zum wiederholten Male durchlaufen ließ, weil er noch zu weit im offensiven Mittelfeld rumstand und sich dort anscheinend mit einem Gänseblümchen angefreundet hatte. Zum Glück führte dieser Angriff nicht sofort zum 2:0 für Frankfurt. Die Bremer versuchten sich etwas aufzurappeln, aber so schön es teilweise nach Vorne aussah, so erschreckend war jegliche defensive Arbeit bisher, und es sollte noch schlimmer werden. Jedoch erlöste uns Mesut Özil, der gegen Frankfurt ein sehr gutes Spiel ablieferte für Beruhigung und bessere Stimmung im Stadion nachdem er zuerst einen Elfmeter herausholte durch ein Dribbling im gegnerischen Sechzehner und diesen dann direkt auch sicher verwandelte.

Das Spiel ging nun einigermaßen gut hin und her, jedoch zeigte die Bremer Abwehr weiterhin erschreckende Defizite und nach einer knappen halben Stunde bekam dann Kapitän Frings nach wiederholtem lamentieren auch die gelbe Karte, die er eher für Fehlpässe und akute Lustlosigkeit auf dem Platz verdient gehabt hätte. Kurz vor der Pause kam es dann, wie es kommen musste und die Frankfurter starteten wieder einen Angriff und nachdem Prödl das Abseits durch blödes in der Gegend herumstehen aufgehoben hatte und die restliche Abwehr damit beschäftigt war dem Linienrichter zu zuwinken schoss Amanatidis das 2:1 für die Frankfurter. Jedoch kam Bremen auch hier in der letzten Spielminute noch einmal zurück nach einer eher schlechten Flanke von Frings und einem klaren Torwartfehler schaltete Sanogo am schnellsten und markierte das 2:2. Für die Verantwortlichen bei Werder schien die Welt wieder in Ordnung zu sein, jedenfalls ließen die nicht getätigten Wechsel zur zweiten Halbzeit darauf schließen. Die gesamte 1. Hälfte schon war die komplette Abwehr ein wild gewordener Hühnerhaufen und vor allem die AV's waren nie dort wo ihre Gegenspieler waren. Vielleicht hatten sie gedacht sie wären die neuen Flügelspieler und Özil und Marin würden jetzt in der Abwehr spielen. Aber auch in der Mitte in der eigentlich sehr starken Bremer Innenverteidigung lief so ziemlich alles schief. Mertesacker schien bei jeder Aktion zu würfeln, ob er jetzt vernünftig reingeht oder nebenher trabt und den Gegner machen lässt. Prödl war anscheinend noch immer im Bett mit seiner verschleppten Virusinfektion.

Die zweite Halbzeit sollte nun mit einem Feuerwerk von Werder beginnen, jedoch hatte da ein gewisser Herr Fleischer etwas dagegen und fing an jeden schnellen Spielzug der Bremer zurück zu pfeifen und jeden kleinen Rempler als Foul auszulegen wohingegen die Frankfurter ordentlich rein treten durften und das Spiel weiterging. Zwei gute Beispiele für eine hervorragende Schiedsrichterleistung an diesem Spieltag im Weserstadion war die verschiedene Toleranz beim schnellen Ausführen von Freistößen, wo die Frankfurter auch locker 10-15m weiter Richtung Bremer Tor den Freistoß ausführen durften, da wurden die Bremer bei ca. 2-3 Metern immer wieder zurück gepfiffen und somit das mittlerweile zumindest offensiv ausgerichtete Spiel der Bremer immer wieder verlangsamte. Das zweite perfekte Beispiel war ein Freistoß für Frankfurt im eigenen 16er nachdem Russ Almeida im Laufduell absichtlich in den gerade zum Ball hoch springenden Torwart Nikolov schubste. Nicht nur, dass der Schubser eine Tätlichkeit war, sondern gefährdete der Frankfurter damit nicht nur die Gesundheit von Almeida, der die Knie vom Frankfurter Torhüter ins Gesicht bekam, sondern auch die vom eigenen Schlussmann, der nach dem Zusammenprall sehr hart auf dem Boden aufschlug. Der Linienrichter hat hier natürlich nichts gesehen, aber sein Blindheit wollte er dann später noch einmal besser beweisen.

Man hätte jetzt vermuten können, dass die Bremer eine Trotzreaktion zeigen und noch konzentrierter anstürmen würden, aber leider taten sie das, was sie letzte Saison in solchen Situationen fast immer taten. Sie hörten auf Fußball zu spielen und schwupps, da stand es 3:2 für Frankfurt. Wieder ein totales Versagen der gesamten Abwehrreihe bei den Bremern und im Aufbau des Angriffs spielte auch noch Borowskis Lustlosigkeit eine Rolle. Von jetzt an sollte das Spiel komplett kaputt sein. Der Schiedsrichter blieb seiner Linie treu und pfiff, ja was pfiff er denn, müsste man ihn wohl selber mal fragen, denn bis auf ihn hat das wohl niemand verstanden. Der Höhepunkt des Tages war jedoch erst in der 91. Minute gekommen. Prödl (mittlerweile Mittelstürmer) versucht zum Ball zu kommen, wird dabei bedrängt und rennt den heraus stürmenden Torwart von Frankfurt um beziehungsweise rempelt ihn mit dem Rücken leicht an. Prödl hatte zuvor schon gelb gesehen und der Reporter ahnte es schon. Jedoch statt sich zurückzuhalten stürzten sich die Frankfurter auf Prödl und ein Frankfurter schubste ihn zu Boden. Eigentlich war klar was passieren hätte müssen, aber der Schiedsrichter ging zu seinem Linienrichter, der nun alles genau gesehen haben wollte und gab beiden Gelb, mit der Folge, dass Prödl mit Gelb/Rot vom Platz musste und der Frankfurter für eine klare Tätlichkeit oder zumindest grobe Unsportlichkeit nur eine gelbe Karte bekam und somit nachträglich nicht mehr bestraft werden kann. Herzlichen Glückwunsch sage ich da nur, zum einen an Werder Bremen und Thomas Schaaf dafür, dass die Mannschaft und der Trainer anscheinend seit 3Jahren nicht lernen, dass ein erfolgreiches Spielen bei einer gut stehenden Abwehr anfängt und dass man immer konzentriert spielen muss und nicht auf dem Platz herumstehen darf und sich die Vögel oder die Baustelle anschauen. Besonders der Trainer sollte sich hier mal überlegen, wen er aufstellt und wieso und ob jemand nach 45Minuten Arbeitsverweigerung nicht doch vom Platz genommen gehört. Der zweite Glückwunsch geht klar an unser Schiedsrichtergespann, welches nach dem aus dem Spiel Hoffenheim vs. Bayern Platz 2 der schlechtesten Schiri's dieser Saison nach dem 1. Spieltag belegt.


Hoffen wir, dass es diese Woche ordentlich was zu hören gibt für die Mannschaft, auch wenn kaum jemand beim Training sein wird, durch die Länderspielreise, vielleicht erreicht Thomas Schaaf seine Spieler ja doch noch rechtzeitig vor dem Spiel gegen die Bayern am nächsten Samstag.

11.8.09 15:27
 


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