Die Werder-Raute 2009
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7 Pflichtspiele und nun erstmal Pause

 

7 Pflichtspiele und nun erstmal Pause


Der 4. Spieltag ist rum, der 3. Platz in der Tabelle erklommen, die 2. Runde im DFB Pokal erreicht und in die Gruppenphase der Uefa Euro-League eingezogen. Das ist das Fazit in harten Fakten zu Beginn der ersten Pause im Spielkalender der Bundesliga 2009/2010. Fakten, die ein wenig über einen nicht ganz gelungenen Start hinwegtäuschen. Nicht alles was glänzt ist Gold.

Das letzte Spiel, gegen Hertha BSC Berlin am vergangenen Sonntag wurde von den meisten Fans mit gemischten Gefühlen angegangen. Beide Mannschaften hatten anstrengende Spiele in den Euro-League Play-Offs am Donnerstag vor dem Aufeinandertreffen. Für die Bremer war die Ausgangssituation recht gut und nach einem kurzen Sturmlauf der Kasachen machten die Werderaner den Sack auch schon in der ersten Halbzeit dicht. Jedoch war eine anstrengende Reise nach Vorderasien mit inklusive. Die Berliner hingegen mussten nur zu Hause gegen Bröndby IF antreten, jedoch mit einer 1:2 Niederlage im Rücken. Nachdem die Dänen auch noch 1:0 in Führung gingen, schien kaum noch jemand an ein Weiterkommen der Berliner zu glauben, jedoch schafften sie es in einer Kraftanstrengung in den letzten Minuten. Dementsprechend gestaltete sich auch das Spiel zwischen Bremen und Berlin. Die Bremer versuchten das Spiel früh an sich zu reißen, jedoch passierten auf beiden Seiten zu viele Fehler im Spielaufbau und so ging nach vorne zuerst einmal nicht sehr viel. So stand es dann zur Halbzeit auch noch 0:0 mit nur wenigen Chancen auf beiden Seiten. Es gab einen leichten Vorteil für die Bremer, die diesen jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit zu verlieren drohten. Doch nach einigen Versuchen der Hertha schaffte es Özil den sehr guten Torhüter der Berliner zu überwinden und schob zum 1:0 ein. Das viel gelobte Duo Marin/Özil funktionierte wiedereinmal, wenn auch Schaaf für das Spiel in Berlin eine Überraschung in der Hinterhand bereit hielt. Er stellte im Mittelfeld Bargfrede für Marin auf, um diesen dann in den Sturm neben Claudio Pizarro zu stellen. Diese hängende Spitze füllte der Neuzugang aus Gladbach sehr gut und brachte sich immer wieder mit hervorragenden Pässen ein. Doch ein Tor war ihm wieder nicht gegönnt, denn das folgende 2:0 für Bremen erzielte der Rückkehrer Borowski nach einem schön vorgetragenen Konter. Nun passierte das, was den Bremern seit einigen Jahren immer passiert, wenn sie gegen einen schwachen Gegner führen. Sie hören auf zu spielen und bringen den Gegner somit wieder ins Spiel. So auch am Sonntag in Berlin. Die Berliner kamen zum 1:2 Anschlusstreffer, jedoch konnte Bremen kurz darauf einen Angriff zum 3:1 nutzen. Doch statt sich nun zu konzentrieren und das Spiel nach Hause zu bringen, wurden die Bälle die letzten 15Minuten hergeschenkt und der Hertha somit das 2:3 geschenkt. Zum Glück für die Bremer blieb es dann auch bei dem Ergebnis.

Fazit dieses Spiels war es wohl, dass die Mannschaft zwar kann, wenn sie will, jedoch sollte sie in zukünftigen Spielen auch bitte 90 Minuten wollen.


Dieser Sieg in Berlin katapultiert Werder direkt auf den dritten Platz knapp hinter Hamburg und Leverkusen. Mit mehr Konzentration und viel Arbeit ist es so natürlich gut möglich sich dort oben festzusetzen. Dafür sollte sich die sportliche Leitung jedoch noch einmal Gedanken über die Arbeit in der Defensive machen. Dort hofften ja auch viele Fans noch auf eine kurzfristige Verpflichtung, jedoch blieb die nun wohl defenitiv aus. Wie genau sich Klaus Allofs und Thomas Schaaf das mit der aktuellen Besetzung vorstellen, nachdem Martin Harnik an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen wurde, wissen sie wohl nur selbst. Wir müssen also alle beten und hoffen, dass sich niemand in unserer Abwehr verletzt oder mal ein Spiel gesperrt ist, denn der Ersatz ist bis auf Pasanen momentan noch mehr als dürftig. Vielleicht braucht es aber auch einen Super-Gau, damit der Trainerstab und der Manager merken, dass die Abwehr so leider noch nicht fit ist für ein Mitspielen um die Meisterschaft und gleichzeitig in beiden Pokalen erfolgreich zu sein. Man wird sehen...Dies ist wohl ein Thema über welches noch viel diskutiert werden darf.

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31.8.09 22:31


7 Tage, 3 Spiele und 10:4 Tore - Was kommt jetzt?

 

 


Eine turbulente Woche liegt hinter uns. Ein Top Spiel gegen den FC Bayern und zwei Spiele gegen vermeintlich schwächere Gegner, doch im Moment sollte man vorsichtig sein mit den eigentlich schwächeren Teams.

Zuerst aber einmal noch zum Spiel gegen den FC Bayern. Nach dem Spiel gegen Frankfurt waren viele Fans offensichtlich sehr verunsichert, wie die Mannschaft in München auftreten würde. Viele Vermutungen wurden aufgestellt, doch nur die Wenigsten hatten damit gerechnet, dass die Bremer den Münchener Hausherren kaum Chancen zugestehen würden und sogar selbst mit 1:0 in Führung gehen würden. Leider hat es am Ende dann nur zu einem 1:1 gereicht, welches aber schon eine deutliche Steigerung der Leistung gegenüber dem Spiel zu Hause gegen Frankfurt bedeutet hat.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so musste sich die Mannschaft auch gleich wieder auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Am nächsten Donnerstag sollte es im Hinspiel der Uefa Europa League Play-Offs gegen den Kasachischen Meister FK Aktobe gehen. Eine Mannschaft von der wohl kaum jemand je etwas gehört hatte und die man auch nur sehr schwer einschätzen kann. Sie haben gegen Maccabi Haifa 3:0 geführt und dann noch 3:4 in der CL Quali verloren. Man hätte meinen sollen, dass die Mannschaft dadurch gewarnt war, dass die Kasachen sehr wohl auch Tore schießen können. Mit großen Einstellungsproblemen und begleitet von einem schweren Gewitter und starkem Regen begann ein eher mäßiges Spiel um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Bremen ging mit 1:0 in Führung durch einen Kopfball von Boenisch und viele ahnten es schon da, denn drei Minuten später fiel das 1:1. Wiederum kurze Zeit später erhöhte Özil durch einen Freistoß auf 2:1, doch auch diese Freude währte nicht lange und der FK Aktobe glich zum zweiten Mal am Abend aus. Spätestens jetzt war den Zuschauern im Stadion klar, dass der Gegner nicht so schwach war, wie es vorher schien beziehungsweise die Bremer Spieler sie einschätzten. Naldo sorgte dann kurz vor der Pause noch für ein versöhnliches 3:2 für Bremen, doch das Publikum war alles Andere als begeistert. Erst in der zweiten Halbzeit sollten sie mehr ins Jubeln geraten. Binnen weniger Minuten vielen das 4:2, das 5:2 und auch das 6:2 für die BRemer und die Stimmung wurde auch wieder besser. Nur das 6:3 durch einen Freistoß kurz vor Ende der Partie trübte die Freude etwas.

Ein 6:3 ist nicht gerade ein Wunschergebnis, wobei es die laut Thomas Schaaf ja eh nicht gibt, aber es blieben viele Fragen offen, nach diesem doch sehr merkwürdigen Spiel.

Am nächsten Wochenende dann das Spiel gegen Gladbach. Die Gladbacher hatten einen sehr guten Start in die Saison und kamen mit Rückenwind an die Weser. Doch dieser Wind sollte ihnen relativ schnell aus den Segeln genommen werden. Werder schaffte etwas, was gerade in der vergangenen Saison nur sehr selten geklappt hat, sie haben eine Mannschaft einigermaßen unter Druck gesetzt, die sich hinten reinstellt. Mit ein wenig Glück, aber auch der nötigen Konzentration stand es zur Halbzeitpause schon 2:0 für Bremen und auch wenn es eine knappe Abseitsentscheidung gegen ein Tor von Gladbach gab, so waren die Bremer doch verdient in Führung gegangen. Auch in der zweiten Halbzeit bestimmten die Bremer das Spiel die meiste Zeit. Leider war auch hier wieder nicht alles so schön, wie es das Ergebnis mit 3:0 am Ende vermuten lassen könnte. Einige Spieler, die auch schon vorher Defizite aufgezeigt hatten verhielten sich wieder sehr oft unklug und auch die Fans waren von Anfang an sehr ungeduldig. Spieler wie Fritz und Frings nahmen immer wieder das Tempo aus dem Spiel und zerstörten so die Angriffe. Über die Flügel lief nur dann etwas, wenn sich Özil oder Marin auf die Außen treiben ließen oder durch Anspiele Clemens Fritz mehr oder weniger gezwungen wurde ein paar Meter nach vorne zu laufen. Dass dies sehr gut klappen kann zeigte seine Vorlage zum 2:0 durch Claudio Pizarro. Warum Clemens Fritz jedoch in den meisten Fällen 2m hinter der Mittellinie stehen bleibt und einen Alibipass in die Mitte spielt kann uns wohl nur er selbst erklären. Die Mannschaft hat sich mehr oder weniger selbst gezeigt wie es gehen kann und sollte dies zukünftig auch besser und vor allem häufiger umsetzen.


Abschließend kann man zu den 7 Tagen und 3 Spielen sagen, dass es einiges positives gab, aber die Probleme gerade in der Abwehr sind noch lange nicht gelöst und da kommen sicherlich noch einige schwere Spiele auf die Bremer zu.

27.8.09 13:42


Pressekorenz vor dem Spiel gegen Mönchengladbach

 

Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach


Beginn: 12:45


Frage: Bevor wir auf das Spiel am Sonntag schauen nochmal zu gestern. Tim Borowski sprach die gute Halbzeitpausen Ansprache an, was haben sie gesagt?


Schaaf: Ich habe die Mannschaft drauf vorbereitet, die zweite Halbzeit aufmerksamer und besser zu spielen.



Frage: Sie haben gestern gesagt sie seien dabei sich eine Meinung über das Spiel zu bilden, wie fällt nun ihre Meinung aus?


Schaaf: So wie gestern. Natürlich hat man mittlerweile neue Erkenntnisse und es sind einem heute Nacht einige Passagen nochmal durch den Kopf gegangen. Man hat dabei natürlich gute Szenen gefunden aber auch nicht so gute Szenen, gerade bei denen Gegentoren, wo wir zu passiv waren und wo wir besser agieren müssen. Wir haben auch noch nicht die Sicherheit in unserem Passspiel, wie wir uns das wünschen würden, aber wie ich schon mehrfach gesagt habe brauchen wir dafür noch etwas Zeit und wir hatten ja auch einige Ausfälle, die dabei gestört haben und das sollte man dabei berücksichtigen. Teilweise hat das gestern schon ganz gut geklappt und das konnte man auch sehen, aber teilweise ist das auch sehr ins Stocken geraten.



Frage: Nochmal zur Abwehrarbeit. Ist das eine Qualitätsfrage, ist die Mannschaft noch nicht so weit, oder ist das auch eine Einstellungssache. Es klappt ja mal und mal gar nicht.


Schaaf: Einstellung hat immer so einen Beigeschmack. Wenn wir den weg lassen macht das Sinn, aber nicht insofern dass wir zu bequem dafür sind. Ich habe ja immer die Möglichkeit mich für eine Situation zu entscheiden und da spielen viele Dinge rein und wir haben da noch nicht die Abstimmung, dass wir immer das Richtige machen. Es hängt aber auch von der Position auf den Platz ab. Es ist nicht immer so einfach, wie es vielleicht aussieht. Dadurch kommen auch diese verschiedenen Leistungen zustande. Wir müssen da nachsetzen und schauen, dass wir die Dinge in Zukunft richtig machen. Wo wir sehr intensiv dran sein müssen ist das aggressive attackieren und das schaffen wir noch nicht. Dadurch bringen wir uns in Positionen wo es dann ungeschickter ist. Das ist vielleicht schwer zu verstehen und ich weiß auch nicht was sie daraus jetzt machen, aber mir ist das schon recht klar.



Frage: Marin spielt am Sonntag gegen seinen alten Verein und hat hier noch nicht so eingeschlagen, wo sehen sie ihn?


Schaaf: Er ist ja neu zu uns gekommen und ist in einer völlig veränderten Situation und muss sich somit erstmal zurecht finden können. Er ist ja auch noch verspätet dazu gekommen und war dann noch verletzt und er muss dadurch noch einige Dinge aufarbeiten sei es Fitness, aber auch in der Abstimmung und Umsetzung und da gibt es sicherlich noch Steigerung. Trotzdem muss man sagen, dass er ein Junge ist der sich voll einsetzt und gut arbeitet.Wichtig ist, dass wir wissen, dass wir einen großartigen Spieler haben der viel für uns erreichen kann, dem wir aber auch die nötige Zeit geben müssen. Man muss ihm die Freiheiten lassen, dass er seien Stärken immer wieder ausspielen kann.



Frage: Warum ist er rausgegangen?


Schaaf: Ich wollte noch einen Stürmer bringen. Er ist fit im Sinne von gesund aber noch nicht 100% fit was ein komplettes Spiel angeht.



Frage: Inwieweit gibt es die Überlegung Marin Sonntag auf der Bank zu lassen und später einzuwechseln?


Schaaf: Ich mache mir immer Gedanken über meinen Kader und das ist auch dieses Mal so und darüber werden wir uns Samstag Gedanken machen.



Frage: Wie sieht es aus drohen Ausfälle?


Schaaf: Nein alles beim Alten.



Frage: Wie waren sie mit Pizarro nach seinem ersten Spiel zufrieden?


Schaaf: Man hat gestern deutlich gesehen warum wir so froh sind, dass er wieder da ist. Er kann unserem Spiel wichtige Impulse und Sicherheit geben und das hat er gestern schon aufgezeigt und das obwohl er nur zweimal mittrainiert hat, als ob er nie weg gewesen wäre.



Frage: Am Sonntag kommt Gladbach, die einen guten Start hatten, was erwarten sie?


Schaaf: Sie haben einen sehr guten Start hingelegt und haben eindrucksvoll gespielt. Sie haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt und auch ein Arango als neuer Mann hat sich sehr in den Mittelpunkt gesetzt. Es wird für uns sicherlich keine leichte Aufgabe, da die Gladbacher hier in einer Position sind, dass sie frei aufspielen können. Wir müssen sehen, das wir sie nicht zu guten Chancen kommen lassen.



Das Abschlusstraining ist morgen um 15:30Uhr am Samstag und es gibt ab sofort noch 500 Karten für Werderfans, die über die Tickethotline heute noch geordert werden können und dann reserviert werden können. Es passen Sonntag 34800 ins Stadion.

21.8.09 13:05


Pressekonferenz vor dem Spiel gegen FK Aktobe

Pressekonferenz vor dem Uefa Europa League Qualifikations Hinspiel gegen FK Aktobe


Tino Polster begrüßt die Presseleute und erwähnt den Anstoß um 21Uhr. Es wird mit 21000 Zuschauern gerechnet, 28000 würden reinpassen. Die PK läuft natürlich mit Übersetzer.


Frage: Herr Schaaf, was wissen sie über den Gegner, was erwarten sie?

Schaaf: Natürlich haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und Informationen gesammelt. Wir haben uns auch die letzte Partie gegen Haifa angeschaut. Wir wissen dass sie eine disziplinierte und kompakte Mannschaft sind, die taktisch viel variieren können.


Frage: Können sie uns noch etwas zu den Personalien sagen besonders bei Naldo und Prödl?

Schaaf: Prödl wird nicht dabei sein, bei Naldo ist es so er konnte heute problemlos mittrainieren und er ist morgen auch im Kader. Nicht im Kader sind morgen nicht Harnik, Vranjes, Futacs, Tosic und Husejinovic.


Frage: Wieso nicht?

Schaaf: Weil ich nur die anderen nominiert habe.


Frage: Sie haben gesagt dass die Mannschaft von Aktobe taktisch sehr gut spielt, was genau hat ihnen gefallen?

Schaaf: Mir muss das nicht gefallen, wichtig ist es dass wir uns gut auf den Gegner einstellen. Sie haben taktische Verschiebungen sehr gut gezeigt die Umstellung von Defensiv auf Offensiv und der Wechsel zwischen Systemen auch während des Spiels.


Frage: Pizarro hat heute das zweite Mal mittrainiert, wie weit ist er und sehen wir ihn morgen schon von Beginn an?

Schaaf: Wie fit er ist werden wir nicht so schnell überprüfen können. Man sieht dass er nicht lange weg war und dass er spielen will. Er weiß wie wir spielen wollen und das hat man im Training gesehen.


Frage: Mit welcher taktischen Ausrichtung geht Werder morgen ins Spiel?

Schaaf: Wir wollen natürlich ein erfolgreiches und gutes Spiel abliefern. Wir wollen offensiv das Spiel gestalten und wollen gut vorlegen, da wir wissen, dass es eine strapaziöse Reise wird. Es gibt allerdings kein Wunschergebnis, außer 77:0 das wäre ein Wunschergebnis. Das Spiel wird zeigen was möglich ist und damit müssen wir dann leben.


Frage: Wenn man sich so umhört gehen die Tipps für das Spiel schon manchmal ins Zweistellige, wie hoch ist die Gefahr, dass die Leute dort enttäuscht werden und die Erwartungen zu hoch sind?

Schaaf: Ich glaube solche Gedanken kann man nur haben, wenn man sich nicht mit der Sache beschäftigt. Es ist wichtig, dass wir Informationen über den Gegner haben und wissen, dass wir eine Top Leistung anbieten müssen um diesen starken Gegner besiegen zu können. Wir haben großen Respekt vor diesem, wie auch vor jedem anderen Gegner.


Frage: Bei allem Respekt vor dem Gegner ist der Anspruch doch schon die Gruppenphase zu erreichen oder?

Schaaf: Das hab ich doch gerade vor 2 Minuten gesagt oder? Wenn man ein Ziel hat will man dieses natürlich auch erreichen und somit auch die Gruppenphase erreichen um uns dort gegen interessante Gegner beweisen zu können.


Frage: Sanogo wird ihnen wohl nicht mehr zur Verfügung stehen, am Sonntag war er ja noch der einzige Stürmer, wie stehen sie zu der Entscheidung, dass er nun weg ist?

Schaaf: Es ist falsch, dass er unser einziger Stürmer war am Sonntag. Bei Bouba ist es so, dass er uns für diese Partie nicht mehr zur Verfügung steht und einen neuen Weg geht. Durch die Verpflichtung von Pizarro hat sich unsere Situation verändert und wir sind der Meinung das unser Weg so richtig ist und wir so erfolgreich sein können und Bouba wünschen wir alles Gute.


Frage: Würden sie sagen das Spiel ist eine gute Reifeprüfung, um die alte Angewohnheit auf ein gutes Spiel ein schlechtes folgen zu lassen?

Schaaf: Wir wollen natürlich nicht so weiter machen sondern wollen konstant gut spielen. Sicher war das Spiel in Bayern spielerisch noch nicht das Beste, aber es war ein erster Schritt und darauf wollen wir aufbauen. Wir wollen keine Serie einbringen, dass wir uns selbst immer wieder an den Anfang zurück bringen.


Frage: Nochmal zu Sanogo, es war zu hören, dass er eine sehr gute Vorbereitung gemacht hat und man auch viel von ihm erwartet und nun ist er weg, ist das kein Widerspruch?

Schaaf: Nein, er war sehr engagiert und bemüht und wollte sich einbringen, dass haben wir ihm auch bestätigt, trotzdem war in der Vorbereitung Almeida der beste Stürmer. Wir machen die Entscheidung nicht von einer kurzfristigen Situation abhängig sondern durch die Verpflichtung von Pizarro hat sich die Situation verändert und darauf haben wir reagiert. Anhand unseren Vorstellungen was wir mit unserem Sturm erreichen wollen war das die richtige Entscheidung.


Frage: Der Weg zum Europa League Finale in Hamburg ist ein weiter und das vergangene Finale ist noch gar nicht so lange her, frischen sie das noch auf oder ist das in den Köpfen der Spieler noch so präsent dass sie wissen wie schwer der Weg ist und was man aber auch erreichen kann?

Schaaf: Natürlich sind die Erinnerungen noch da und man weiß auch dass es ein anstrengender Weg ist aber auch dass man sehr viele schöne Erlebnisse auf diesem Weg hat. Grundsätzlich geht es aber um unseren Weg in dieser Saison und wollen uns in allen Wettbewerben erfolgreich zeigen. Den Weg den wir in München begonnen haben wollen wir konstant weiter fortführen in allen Wettbewerben. Wir wollen das im Spiel gegen Aktobe weiterführen und dann auch in der Bundesliga gegen Gladbach. Wenn wir den Weg vom letzten Jahr nochmal gehen könnten wäre das sicherlich eine tolle Sache für uns alle.


Frage: Sie haben erwähnt, dass sie das Spiel gegen Haifa gesehen haben, welcher der Spieler hat sie beeindruckt?

Schaaf: Wir haben mehrere Partien gesehen und den Gegner unter die Lupe genommen. Es ist müßig jetzt einzelne Spieler herauszunehmen und zu sagen der ist interessant oder gefährlich, die kompakte Mannschaft ist gut und hat seinen Erfolg auch verdient durch gute Leistungen


Frage: Wie sehen sie einen Vergleich zwischen deutschem und kasachischem Fußball und was sagen sie über den deutschen Trainer der Kasachen? Viele Auswanderer spielen ja jetzt auch in der Bundesliga und gibt es bei Werder auch welche?

Schaaf: Puh! Ich kann da keine Aussagen drüber machen wieviel Kasachen hier leben und wie sich das entwickelt hat. Wir bewegen uns ja mittlerweile global und die Grenzen sind offen und so erlebt man auch Spiele gegen viele internationale Mannschaften. Der Trainer der Kasachen ist sehr gut und erfolgreich und ist da auch mit sehr viel Ehrgeiz dran und ist ein absoluter Fachmann und sehr guter Trainer.


Frage: Frage zum Thema Korruption im Fußball in Kasachstan und ihre Meinung zur Überprüfung durch Kommissionen.

Schaaf: Ich kann das schwer einschätzen.Generell darf man so etwas nicht akzeptieren und muss etwas dagegen tun. Ich kenne die Zustände nicht und kann das daher nicht beurteilen. Alles was kriminell unterwandert ist gehört nicht zu unserer Welt.


Schaaf stellt nochmal klar, dass niemand hier sich über die Zustände in anderen Ländern, aber da wir da auch nicht den Einblick haben können wir das nicht bewerten. Wir wünschen allen Ländern, dass es überall fair und sportlich zugeht.

Ende.

20.8.09 12:11


Pressekonferenz zur Rückkehr von Claudio Pizarro

 

Beginn: 14:15Uhr


Nummer: 24


Zuerst einmal werden Fotos von Pizarro mit Schaaf und Allofs, dann ohne die beiden gemacht.


Tino Polster begrüßt die Presseleute. Pizarro spielt gelangweilt am Mikro.

Allofs erklärt wie der Transfer nun zustande gekommen ist und merkt an, dass das Thema nun lange und intensiv bearbeitet wurde. Besonders in den letzten Wochen wurde sich bemüht den Transfer zu vollziehen. Er glaubt, dass mit Pizarro ein Spieler wieder in den Reihen von Werder ist, der gerade auch letzte Saison vieles dafür getan hat, dass Bremen so erfolgreich im DFB Pokal und Uefa Cup waren.


Frage: Hast du dich sehr über den Wechsel gefreut?


Piza: Ich habe so gelacht weil ich nervös war, weil ich deutsch reden muss. Aber ich freue mich auch sehr über die Rückkehr zu Werder.



Frage an Schaaf wie er diesen Transfer sieht und wie wichtig Piza für ihn ist, er meint dazu, dass wohl alle gesehen haben wie wichtig Pizarro letzte Saison für Bremen war und das er das in Zukunft sicherlich auch wieder wird.



Frage zu den Details und dem Einsatz am Wochenende.


3Jahresvertrag mit Option auf ein 4. für beide und er ist am Donnerstag schon spielberechtigt.



Frage: Herr Allofs warum hat der Transfer so lange gedauert?


Allofs: Claudio und Werder waren sich früh einig und somit waren die Rahmenbedingungen früh geklärt, aber die Situation bei Chelsea war nun anders nach einem Jahr Ausleihe. Auch eine Verrechnung in einem anderen Geschäft war wohl für Chelsea im Gespräch und dadurch wurde das ganze nicht gerade einfacher. In den letzten Tagen gab es dann die entscheidenden Worte von Chelsea und das grüne Licht.



Frage: Du bist ja nun das dritte Mal zurück bei Werder war es eine Herzensangelegenheit?


Piza: Ich habe schon gesagt ich fühlte mich hier immer sehr wohl und habe das auch immer betont und bin auch jetzt froh wieder hier zu sein.


Angebote gab es wohl aus den verschiedenen Ländern zum Beispiel Türkei und Italien und Griechenland.



Frage: Musstest du auf Geld verzichten hier in Bremen?


Piza: Ja.



Frage: Nun ist es ja doch ein Kauf geworden und keine Ausleihe. Hat der ominöse zweite Berate an dem Transfer mitgewirkt?


Allofs: Ich habe schon gesagt, dass ich das ganze nicht kommentieren will. Wir wollten Claudio nicht mehr ausleihen sondern von Anfang an kaufen und auch damit längerfristig an uns binden. Es hat auch nie Gespräche darüber mit Chelsea gegeben. Es hat auch kein anderer Berater dort eine Rolle gespielt.



Frage: Ihre Wohnung ist ja nun wieder vermietet, werden sie sich jetzt was neues suchen und auch ihre Familie her holen?


Piza: Ja ich werde mir ein Haus hier suchen und auch meine Familie kommt hierher, ich brauche ein großes Haus ich habe eine sehr große Familie.



Frage: Was sind ihre Ziele nachdem Diego nun Werder verlassen hat?


Piza: Wir haben mit Diego einen tollen Spieler verloren aber auch gute neue Spieler dazu bekommen mit zum Beispiel Marco Marin und wollen als Mannschaft auch viel erreichen.



Frage: Werden sie noch einen Spieler abgeben?


Allofs: Es gibt ein konkretes Angebot für Sanogo und da werden wir die nächsten Tage sehen was passieren wird.



Frage: Was gefällt ihnen an Bremen so besonders?


Piza: Ich fühle die Energie von den Leuten hier. Für mich ist die positive Energie der Menschen sehr wichtig und die ist hier vorhanden und ich und meine Familie wir fühlen uns hier sehr wohl.



Frage: Würde ausschließlich Sanogo abgegeben werden oder auch jemand anderes?


Allofs: Darüber müssen wir jetzt nicht spekulieren.



Frage: Sind die Transferbemühungen jetzt beendet?


Allofs: Beendet sind sie am 31. August.



Frage: Bist du zu 100% Fit?


Piza: 100% sicher noch nicht, da ich noch kein komplettes Spiel gemacht habe, aber am Wochenende werden wir sehen wie weit ich bin.



Ende: 14:30Uhr

18.8.09 14:32


1. Spieltag - Werder Bremen vs. Eintracht Frankfurt

 

1. Spieltag - Werder Bremen vs. Eintracht Frankfurt


Mit viel Spannung wurde von den Fans das erste Spiel der Saison 2009/2010 erwartet. Viel wurde vorher spekuliert wie die Mannschaft auf und eingestellt sein würde. Kurz vor halb Vier am Samstag den 8.8.2009 wussten wir nun Bescheid, die Aufstellung, war wie schon von vielen vermutet die Gleiche, wie in Berlin bis auf den verletzten Naldo, der von Sebastian Prödl ersetzt wurde.

Laut der Aufstellungsgrafik von Sky Sport sollten die Bremer wieder mit einer Raute auflaufen, wobei hier Borowski die Position von Diego übernehmen würde. Das diese Taktik wohl nicht wirklich die sein würde, die Thomas Schaaf gewählt hat sollte jedem Fan schnell klar gewesen sein. Und auch schon in den ersten Minuten sah man, dass die Mannschaft sich taktisch anders orientierte.


Die ersten Minuten nach dem Anpfiff schauten zuerst einmal gar nicht schlecht aus. Schnell kam Sanogo zu einem Kopfball nach Kopfballvorlage durch Almeida. Die Fans im Stadion waren laut und gaben alles für ihre Mannschaft, jedoch zeigte schon der erste Angriff der Frankfurter womit die Fans sich wohl diese Saison wieder anfreunden müssen. Unsere Abwehr ist löchriger als ein Käsekuchen. Nach 6 Minuten stand es 1:0 für die Frankfurter Eintracht und so amateurhaft wie sich die Abwehr und auch das defensive Mittelfeld um Thorsten Frings und Tim Borowski hier verhalten haben durfte sich niemand bis auf Tim Wiese, der mal wieder allein gelassen wurde, beschweren. Es kam also, wie es so viele befürchtet hatten, genauso wie es letzte Saison auch schon so oft war. Laufbereitschaft der Abwehrspieler gleich Null und auch der Wille in den Zweikämpfen ließ zu wünschen übrig.

Petri Pasanen sah wenige Minuten später schon wieder nicht gut aus, als er die Frankfurter zum wiederholten Male durchlaufen ließ, weil er noch zu weit im offensiven Mittelfeld rumstand und sich dort anscheinend mit einem Gänseblümchen angefreundet hatte. Zum Glück führte dieser Angriff nicht sofort zum 2:0 für Frankfurt. Die Bremer versuchten sich etwas aufzurappeln, aber so schön es teilweise nach Vorne aussah, so erschreckend war jegliche defensive Arbeit bisher, und es sollte noch schlimmer werden. Jedoch erlöste uns Mesut Özil, der gegen Frankfurt ein sehr gutes Spiel ablieferte für Beruhigung und bessere Stimmung im Stadion nachdem er zuerst einen Elfmeter herausholte durch ein Dribbling im gegnerischen Sechzehner und diesen dann direkt auch sicher verwandelte.

Das Spiel ging nun einigermaßen gut hin und her, jedoch zeigte die Bremer Abwehr weiterhin erschreckende Defizite und nach einer knappen halben Stunde bekam dann Kapitän Frings nach wiederholtem lamentieren auch die gelbe Karte, die er eher für Fehlpässe und akute Lustlosigkeit auf dem Platz verdient gehabt hätte. Kurz vor der Pause kam es dann, wie es kommen musste und die Frankfurter starteten wieder einen Angriff und nachdem Prödl das Abseits durch blödes in der Gegend herumstehen aufgehoben hatte und die restliche Abwehr damit beschäftigt war dem Linienrichter zu zuwinken schoss Amanatidis das 2:1 für die Frankfurter. Jedoch kam Bremen auch hier in der letzten Spielminute noch einmal zurück nach einer eher schlechten Flanke von Frings und einem klaren Torwartfehler schaltete Sanogo am schnellsten und markierte das 2:2. Für die Verantwortlichen bei Werder schien die Welt wieder in Ordnung zu sein, jedenfalls ließen die nicht getätigten Wechsel zur zweiten Halbzeit darauf schließen. Die gesamte 1. Hälfte schon war die komplette Abwehr ein wild gewordener Hühnerhaufen und vor allem die AV's waren nie dort wo ihre Gegenspieler waren. Vielleicht hatten sie gedacht sie wären die neuen Flügelspieler und Özil und Marin würden jetzt in der Abwehr spielen. Aber auch in der Mitte in der eigentlich sehr starken Bremer Innenverteidigung lief so ziemlich alles schief. Mertesacker schien bei jeder Aktion zu würfeln, ob er jetzt vernünftig reingeht oder nebenher trabt und den Gegner machen lässt. Prödl war anscheinend noch immer im Bett mit seiner verschleppten Virusinfektion.

Die zweite Halbzeit sollte nun mit einem Feuerwerk von Werder beginnen, jedoch hatte da ein gewisser Herr Fleischer etwas dagegen und fing an jeden schnellen Spielzug der Bremer zurück zu pfeifen und jeden kleinen Rempler als Foul auszulegen wohingegen die Frankfurter ordentlich rein treten durften und das Spiel weiterging. Zwei gute Beispiele für eine hervorragende Schiedsrichterleistung an diesem Spieltag im Weserstadion war die verschiedene Toleranz beim schnellen Ausführen von Freistößen, wo die Frankfurter auch locker 10-15m weiter Richtung Bremer Tor den Freistoß ausführen durften, da wurden die Bremer bei ca. 2-3 Metern immer wieder zurück gepfiffen und somit das mittlerweile zumindest offensiv ausgerichtete Spiel der Bremer immer wieder verlangsamte. Das zweite perfekte Beispiel war ein Freistoß für Frankfurt im eigenen 16er nachdem Russ Almeida im Laufduell absichtlich in den gerade zum Ball hoch springenden Torwart Nikolov schubste. Nicht nur, dass der Schubser eine Tätlichkeit war, sondern gefährdete der Frankfurter damit nicht nur die Gesundheit von Almeida, der die Knie vom Frankfurter Torhüter ins Gesicht bekam, sondern auch die vom eigenen Schlussmann, der nach dem Zusammenprall sehr hart auf dem Boden aufschlug. Der Linienrichter hat hier natürlich nichts gesehen, aber sein Blindheit wollte er dann später noch einmal besser beweisen.

Man hätte jetzt vermuten können, dass die Bremer eine Trotzreaktion zeigen und noch konzentrierter anstürmen würden, aber leider taten sie das, was sie letzte Saison in solchen Situationen fast immer taten. Sie hörten auf Fußball zu spielen und schwupps, da stand es 3:2 für Frankfurt. Wieder ein totales Versagen der gesamten Abwehrreihe bei den Bremern und im Aufbau des Angriffs spielte auch noch Borowskis Lustlosigkeit eine Rolle. Von jetzt an sollte das Spiel komplett kaputt sein. Der Schiedsrichter blieb seiner Linie treu und pfiff, ja was pfiff er denn, müsste man ihn wohl selber mal fragen, denn bis auf ihn hat das wohl niemand verstanden. Der Höhepunkt des Tages war jedoch erst in der 91. Minute gekommen. Prödl (mittlerweile Mittelstürmer) versucht zum Ball zu kommen, wird dabei bedrängt und rennt den heraus stürmenden Torwart von Frankfurt um beziehungsweise rempelt ihn mit dem Rücken leicht an. Prödl hatte zuvor schon gelb gesehen und der Reporter ahnte es schon. Jedoch statt sich zurückzuhalten stürzten sich die Frankfurter auf Prödl und ein Frankfurter schubste ihn zu Boden. Eigentlich war klar was passieren hätte müssen, aber der Schiedsrichter ging zu seinem Linienrichter, der nun alles genau gesehen haben wollte und gab beiden Gelb, mit der Folge, dass Prödl mit Gelb/Rot vom Platz musste und der Frankfurter für eine klare Tätlichkeit oder zumindest grobe Unsportlichkeit nur eine gelbe Karte bekam und somit nachträglich nicht mehr bestraft werden kann. Herzlichen Glückwunsch sage ich da nur, zum einen an Werder Bremen und Thomas Schaaf dafür, dass die Mannschaft und der Trainer anscheinend seit 3Jahren nicht lernen, dass ein erfolgreiches Spielen bei einer gut stehenden Abwehr anfängt und dass man immer konzentriert spielen muss und nicht auf dem Platz herumstehen darf und sich die Vögel oder die Baustelle anschauen. Besonders der Trainer sollte sich hier mal überlegen, wen er aufstellt und wieso und ob jemand nach 45Minuten Arbeitsverweigerung nicht doch vom Platz genommen gehört. Der zweite Glückwunsch geht klar an unser Schiedsrichtergespann, welches nach dem aus dem Spiel Hoffenheim vs. Bayern Platz 2 der schlechtesten Schiri's dieser Saison nach dem 1. Spieltag belegt.


Hoffen wir, dass es diese Woche ordentlich was zu hören gibt für die Mannschaft, auch wenn kaum jemand beim Training sein wird, durch die Länderspielreise, vielleicht erreicht Thomas Schaaf seine Spieler ja doch noch rechtzeitig vor dem Spiel gegen die Bayern am nächsten Samstag.

11.8.09 15:27


Vorbericht 1. Spieltag

Hier sind wir nun, die Saison 2009/2010 steht vor der Tür und neben den Fragen "Wie spricht man das nun aus 'Null-Neun/Null-Zehn' oder nur 'Zehn'?" Gibt es viele Dinge die noch unklar sind. In den Foren wird noch immer heiß diskutiert, ob noch ein neuer Stürmer kommen wird ("Wo bleibt die Pizza?" und auch im Mittelfeld und in der Abwehr wünschen sich einige noch Veränderungen. Dabei ist das erste Pflichtspiel letzten Sonntag gegen die "Eisernen" aus Berlin eigentlich ein Grund zum aufatmen gewesen. Natürlich darf man ein Spiel gegen einen Zweitliga-Aufsteiger, der noch dazu einen schlechten Tag hatte, nicht überbewerten, aber so einfach hätte sich wohl niemand die erste Runde im DFB Pokal der neuen Saison vorgestellt.


Nachdem wir nun also in den Testspielen und dem ersten Pflichtspiel gegen Union Berlin sehr verschiedene Leistungsbilder gesehen haben wird es in wenigen Stunden ernst. Das erste Spiel steht an und dann gleich gegen unseren Lieblingsgegner der vergangenen Saison. Seit Jahren noch dazu zum ersten Mal wieder ein Heimspiel zum Saisonstart, wenn auch dies diese Saison auf Grund des Stadionumbaus nicht unbedingt in das Konzept der Verantwortlichen passt. Wagen wir einen kleinen Rückblick in die vergangene Saison:


http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2008-09/15/863541/spielanalyse_werder-bremen-4_eintracht-frankfurt-32.html


Ich denke mal jeder erinnert sich gerne zurück an diesen 15. Spieltag der vergangenen Saison, leider blieb es in der Bundesliga ja einer der wenigen Höhepunkte. Aber wir wollen ja auch nicht nur in Erinnerungen an die eher miserable vergangene Bundesliga-Saison schwelgen, sondern uns vorbereiten und freuen auf die neue Saison.


Was hat sich geändert seit dem letzten Spiel gegen Wolfsburg in der Saison 2008/2009?


Nunja grundsätzlich nicht übermäßig vieles. Diego ist weg und hat einige Millionen in die Taschen von Werder gespült und auch unser Top-Torschütze Claudio Pizarro ist wieder in London. Dafür sind neu dabei der alt Bremer Tim Borowski, der ehemalige Gladbacher Marko Marin und der letztjährige Wunschspieler Marcelo Moreno Martins vom UEFA-Cup Sieger Donezk. Diese drei sollen nun also die Misere beenden könnte man meinen, aber Thomas Schaaf rechnet dort anscheinend und wohl auch guten Gewissens anders. Schon letzte Saison wurde trotz der Bedenken von Fans und Medien der Kader immer wieder in Schutz genommen und auch der zweite Anzug als ausreichend befunden, daher wahrscheinlich die Entscheidung es noch einmal mit einer nicht stark veränderten Mannschaft in die Bundesliga zu gehen und sein Glück zu versuchen, sollte dies jedoch noch einmal ähnlich schief gehen, wie in der vergangenen Saison möchte wohl niemand in der Haut der sportlichen Leitung stecken.

Wo befinden wir uns also nach einigen Wochen Vorbereitung in der einige Spieler erst später und einige gar nicht teilnehmen konnten. Die großen Verletzungssorgen vergangener Jahre hat Bremen bisher nicht. Lediglich Rosenberg und Jensen konnten die Vorbereitung nur in Form von etwas Fitness und Reha Training mitmachen. Sebastian Prödl war lange Zeit wegen einer verschleppten Grippe außer Gefecht gesetzt und Moreno und Marin waren einige Tage nicht dabei, weil sie noch an Verletzungen der Vorsaison kurierten. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist diese Liste erstaunlich kurz und auch wenn sich in dieser Woche Boenisch und Naldo mit kleinen Verletzungen abmelden mussten hatten die Bremer diesen Sommer anscheinend Glück. Das liegt aber nicht etwa an einem lascherem Training, denn Schaaf betonte immer wieder, dass er diesen Sommer ein noch härteres Trainingsprogramm durchziehen wollte und es wohl auch durchgezogen hat. Einige Spieler mussten auch über den Urlaub hinweg an sich arbeiten, so musste zum Beispiel Hugo Almeida einen speziellen Fitnessplan abarbeiten und hat dadurch einige Kilos verloren, was ihm nun dabei helfen soll agiler und wendiger auf dem Platz zu sein. Gute Grundvoraussetzungen also, um gut in die Saison zu starten.

Viele Fans und auch Medienvertreter hatten sich einen Spieler besonders ausgeguckt in der Vorbereitung. Der aus Hoffenheim zurück gekehrte Stürmer aus der Elfenbeinküste Boubacar Sanogo. Er hatte weder in Bremen, noch in Hoffenheim im letzten Jahr überzeugen können und somit wollten die Hoffenheimer auch die Kaufoption nicht ziehen. Schon auf Norderney bekräftigte Sanogo in einem Interview mit Werder.TV, dass er noch einmal richtig angreifen will. Was anfangs besonders in den einschlägigen Werder Foren belächelt wurde, zeigte sich dann aber in den Testspielen auf dem Platz. Sanogo kniete sich in jedem Spiel voll rein und arbeitete für die Mannschaft und schaffte es auch sich vor dem Tor mal wieder durchzusetzen. Es bleibt also spannend und spätestens seit dem DFB Pokal Spiel gegen Union Berlin, wo er zwei Tore zum 5:0 Endstand beitrug, sollte man Sanogo wieder auf der Rechnung haben. Viele Fans hätten ihn in der Sommerpause am liebsten verschenkt, doch so langsam keimt wieder die Hoffnung auf, dass er vielleicht doch noch zu einem Torgaranten für Werder werden könnte.

Ein anderer Stürmer, der sich in Bremen durchsetzen will ist Marcelo Moreno Martins. Er kam ausgeliehen aus Donezk, wo er sich nicht durchsetzen konnte und auch die ersten Testspiele für Bremen liefen nicht wie gewünscht. Er lief viel und bemühte sich, jedoch alles noch ohne die nötige Bindung zur Mannschaft. Natürlich ist es immer schwer sich in eine neue Mannschaft zu integrieren, aber auch Thomas Schaaf zeigte sich ein wenig enttäuscht und erwartet in Zukunft noch mehr von dem jungen Bolivianer. Im DFB Pokal dann schaffte er allerdings auch gleich seine ersten zwei Pflichtspieltreffer nach seiner Einwechslung in der 78. Minute. Ein Zeichen also an die anderen Stürmer, dass er angreifen will und sich nicht mit einem Platz auf der Bank anfreunden möchte. Man darf gespannt sein, was uns dieser Junge noch zeigen wird, sollte ihm jedoch auch die Chance geben sich in Bremen und in der Bundesliga einzuleben.

Trotz dieser positiven Meldungen aus dem Sturm sehen viele eben diesen immer noch als eine Schwäche von Bremen. Die Fans wollen Pizarro zurück und auch die Verantwortlichen würden ihn gerne wieder zurück holen. woran es momentan genau liegt, dass der Wechsel noch nicht perfekt gemacht wurde kann wohl außer den beteiligten Parteien niemand sagen. Hoffen wir einfach mal darauf, dass es noch was wird mit der "Pizza Lieferung".


Allgemein war die Vorbereitung mal wieder eher durchwachsen, was die Leistungen in den Testspielen anging. Gegen Aachen und Valencia verlor man und war auch über weite Strecken des Spiels die deutlich schwächere Mannschaft. Hier fehlte noch einiges vor Allem im Mittelfeld, wo sich Frings und Borowski auf der Doppel-6 noch nicht richtig gefunden zu haben scheinen. Gegen Union Berlin sah das Ganze dann schon wesentlich besser aus, jedoch gab es auch wenig Gegenwehr der Berliner. Es bleibt also abzuwarten, was unser Mittelfeld in den nächsten Spielen in der Bundesliga und der Euro-League Qualifikation leisten kann. Einen Diego hat man nicht wirklich vermisst in der Vorbereitung, denn es scheint eher wieder das schnelle Spiel aus Zeiten mit "Le Chef" Johan Micoud in Bremen Einzug zu halten, welches mit "Alleinunterhalter" Diego teilweise nicht möglich war, da er durch viele Einzelaktionen das Tempo aus dem Spiel genommen hat. Vielleicht sehen wir schon bald einen gereiften Borowski als kreativen und taktischen Kopf des Mittelfelds, der seine jungen Vordermänner Marin und Özil zu Höchstleistungen antreibt und dem Spiel seinen Stempel aufdrückt. Denkbar wäre eine solche Situation nach den letzten Testspielen und dem Spiel in Berlin. Denn ein Borowski hat schon verdächtig oft die Rolle des Ballverteilers hinter den offensiven Özil und Marin eingenommen. Wenn er es dann auch noch schafft Frings im Spiel nach hinten zu unterstützen und taktisch Klug vorgeht, könnten wir uns wohl vorerst verabschieden von der Raute.


In einigen Stunden werden wir alle mit Spannung den Anpfiff in der Großbaustelle Weserstadion mitverfolgen und mit zittern, dass unserer Mannschaft dieses Jahr ein Sieg zum Saisonstart gelingt (letztes Jahr war es ein 2:2 gegen Bielefeld).

Über das Spiel werde ich an dieser Stelle dann auch einen ausführlichen Bericht schreiben (wie über jedes Spiel diese Saison) und einen Ausblick auf das Spiel gegen die Bayern und unseren am Freitag um 13:30Uhr ausgelosten Gegner in der Euro-League Qualifikation geben.


Bis dahin, grün weiße Grüße


die Werder-Raute

6.8.09 14:23


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